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Blaufränkisch
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Synonyme:
Lemberger, Limberger, Kekfrankos
Herkunft/Verbreitung:
Herkunft unbekannt, vermutlich alte österreichische Sorte.
94 Prozent der Anbaufläche sind im Burgenland.
Charakteristik:
Mittlere Ansprüche an den Boden, unbedingt südliche, windgeschützte
Hanglagen. Spätreifend. Geringe Fäulnisanfälligkeit.
Wein:
Diese österreichische Spezialität liefert einen in der
Jugend ungestümen, tieffruchtigen Rotwein, der durch die Lagerung
samtiger und geschmeidiger wird und zusätzliche Facetten gewinnt.
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Blauer
Zweigelt |
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Synonyme:
Rotburger, Zweigeltrebe, Zweigelt
Herkunft/Verbreitung:
Neuzüchtung der Bundeslehr- und Versuchsanstalt für Wein-
und Obstbau Klosterneuburg aus dem Jahr 1922. Kreuzung aus St. Laurent
x Blaufränkisch. Österreichs wichtigste Rotweinsorte.
Anbau konzentriert sich auf das Burgenland und Niederösterreich.
Charakteristik:
Genügsam hinsichtlich des Bodens, benötigt frühe
bzw. mittelfrühe Lagen. Regelmäßiger hoher Ertrag.
Gute Qualität wird nur bei entsprechender Ertragsreduktion
erzielt.
Wein:
Als Jungwein besitzt der Zweigelt ein ausgeprägt fruchtiges
Bukett, das mit der Reife runder und feiner wird. Die Qualitäten
reichen vom jung zu trinkenden, leichten Tischwein bis zu kraftvollen
Lagerweinen. Die solide Zweigeltrebe vermag in allen heimischen
Rotweingegenden gute Resultate zu erzielen und gilt daher zurecht
als die österreichische Rotweinhoffnung.
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Cabernet
Franc |
Synonyme:
Keine
Herkunft/Verbreitung:
Stammt aus Frankreich, urkundlich 1635 erstmals erwähnt. Seit
1986 in Österreich als Qualitätswein zugelassen.
In Österreich sehr selektiv und in geringer Stückzahl
ausgepflanzt.
Charakteristik:
Geringe Ansprüche an den Boden. Am besten jedoch auf ruchtbaren
Lehmböden. Benötigt sehr gute Lagen mit starker Sonneneinstrahlung.
Frostbeständig.
Wein:
Granatrot, sehr dunkel. Ähnelt dem Cabernet Sauvignon, ist
jedoch von geringerer Säure und weniger Tannin.
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Cabernet
Sauvignon |
Synonyme:
Keine
Herkunft/Verbreitung:
Höchstwahrscheinlich aus Frankreich stammend (natürliche
Kreuzung von Cabernet Franc x Sauvignon Blanc); urkundlich erstmals
1635 im Bordeaux erwähnt.
In Österreich seit 1986 als Qualitätsweinsorte zugelassen.
In den vergangenen Jahren vermehrt v.a. im Burgenland und in Niederösterreich
ausgepflanzt.
Charakteristik:
Geringe Ansprüche an den Boden. Am besten jedoch auf fruchtbaren
Lehmböden. Benötigt sehr gute Lagen mit starker Sonneneinstrahlung.
Wein:
Granatrot bis tiefdunkelrot. Typisches Bukett von schwarzen Johannisbeeren.
Hoher Gerbstoffgehalt. Mit zunehmender Flaschenlagerung samtig und
harmonisch.
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Merlot |
Synonyme:
Keine
Herkunft/Verbreitung:
Herkunft ungewiß; im Bordeaux jedoch schon im 18. Jh. erwähnt.
In Österreich seit 1986 als Qualitätsrebsorte zugelassen.
Derzeit nur vereinzelt ausgepflanzt (findet meist als Bestandteil
von Cuvées Verwendung).
Charakteristik:
Keine besondere Asprüche an Boden und Lage, bevorzugt trockene
Böden und warme, mittelgute Lagen sowie ein mildes Klima. Winterfrostempfindlich.
Wein:
Rubinrot. Grasiges Bukett, weich, wird häufig mit Cabernet
Franc und Cabernet Sauvignon verschnitten.
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Blauburger |
Synonyme:
Keine
Herkunft/Verbreitung:
1923 von der Bundeslehr- und Versuchsanstalt für Wein- und
Obstbau Klosterneuburg (NÖ) gezüchtet. Kreuzung aus Blauer
Portugieser x Blaufränkisch.
Nur in Österreich, v.a. im Weinviertel, weiters im Burgenland.
Charakteristik:
Keine besonderen Ansprüche an Boden und Lage. Winterfrostempfindlich.
Gleichmäßige hohe Erträge.
Wein:
Farbintensiv, samtig
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St.Laurent |
Synonyme:
Keine
Herkunft/Verbreitung:
Ursprung in Frankreich
Vor allem in Niederösterreich (2/3) und im Burgenland (1/3).
Anbau in Österreich rückläufig.
Charakteristik:
Liebt leichte und kalkhältige Böden, ansonsten eher anspruchslos.
Gedeiht v.a. auf frühen und mittelfrühen Lagen. Empfindlich
gegen Spätfröste. Unsicher im Ertrag.
Wein:
Kräftige, dunkelrote Farbe, Bukett von frischen Weichseln,
herb, gerbstoffhaltig, extraktreich.
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Pinot
Noir |
Synonyme:
Pinot noir, Blauburgunder, Blauer Spätburgunder
Herkunft/Verbreitung:
Aus dem Burgund stammend, im 4. Jh. n. Chr. von den Römern
kultiviert und verbreitet.
Zwei Drittel in Niederösterreich, der Rest v.a. im Burgenland.
Charakteristik:
Hohe Ansprüche an Klima, Boden und Lage. Warme fruchtbare,
tiefgründige, kalkhältige Böden, ausreichende Feuchtigkeit.
Warme, windoffene und flache Hanglagen.
Wein:
Rubinrot, fruchtig, an Bittermandel erinnernder Burgunderton, vollmundig,
samtig. Hochwertiger Rotwein, lange lagerfähig.
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Müller-Thurgau
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Synonyme:
Riesling x Gutedel, Rivaner
Herkunft/Verbreitung:
1882 vom Schweizer Dr. Hermann Müller gezüchtet; ist eine
Kreuzung von Riesling x Gutedel. 1913 nach Deutschland, in den 50er
Jahren in der ganzen Welt verbreitet. Einst die zweitwichtigste
Rebe in Österreich, ist der Stern des Müller-Thurgau heute
im Sinken. Vorwiegend in Niederösterreich und im Burgenland.
Charakteristik:
Nicht sehr anspruchsvoll, bevorzugt jedoch kühlere Anbaugebiete,
nährstoffreiche, tiefgründige Lehm- und Lößböden
mit guter Wasserversorgung. Empfindlich gegen Winterfröste,
krankheitsanfällig.
Wein:
Zumeist ist der Müller-Thurgau ein säurearmer, runder
Wein von leicht muskatigem Bukett und mildem Geschmackseindruck.
Abgesehen von Prädikatsweinen aus dieser Sorte sollte der Müller-Thurgau
vorzugsweise als Jungwein getrunken werden.
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Goldburger |
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Synonyme:
Keine
Herkunft/Verbreitung:
Ist eine natürliche Kreuzung von Roter Veltliner x Sylvaner.
Besonders im Burgenland und in Niederösterreich zu finden,
kaum in der Steiermark und Wien.
Charakteristik:
Geringe Ansprüche an Standort und Lage. Gedeiht noch sehr gut
auf schweren und kalkreichen Böden, bevorzugt jedoch Urgesteinsböden.
Neigt zum Verrieseln.
Wein:
Der Goldburger erbringt vornehm-zurückhaltende, manchmal im
Duft etwas neutrale Weißweine von kraftvoller, aber milder
Art; charakteristisch ist sein feiner, nußartiger Geschmack.
Interessante Neuburger gibt es beispielsweise im Burgenland, in
der Thermenregion, aber auch in der oberen Wachau zu entdecken.
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Welschriesling |
Synonyme:
Keine
Herkunft/Verbreitung:
Unterschiedliche Herkunftsdeutungen: Italien und Frankreich.
In Österreich zweitwichtigste Sorte nach dem Grünen Veltliner.
Vorwiegend im Burgenland und in Niederösterreich, aber auch
in der Steiermark.
Charakteristik:
Benötigt tiefgründige, warme, nährstoffreiche Böden.
Hohe Ansprüche an die Lage (windgeschützte Südhänge).
Trockenempfindlich. Regelmäßiger Ertrag.
Wein:
Der Welschriesling liefert in erster Linie frisch-fruchtige, in
ihrer Jugend zu genießende Weine; er kann aber auch ausgezeichnete
Prädikatsweine hervorbringen, deren Blume und Rasse lange anhält.
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Grüner
Vetliner |
Synonyme:
Weißgipfler
Herkunft/Verbreitung:
Herkunft unbekannt, Spuren weisen jedoch in die Römerzeit zurück.
Nachweisbar im 18. Jh als Grüner Muskateller in Niederösterreich.
Hauptsorte in Österreich mit Zentren im Weinviertel, Kamptal,
Kremstal, Donauland, Wachau.
Charakteristik:
Fruchtbare Sorte, die auf mageren und fruchtbaren Böden gedeiht,
am besten aber auf Löß- und Verwitterungsböden.
Empfindlich in der Blüte. Verhältnismäßig spätreifend,
benötigt langen, schönen Herbst.
Wein:
Das Qualitätsspektrum des Grünen Veltliner ist weitreichend:
Es beginnt beim leichten, spritzigen Wein, der am besten jung -
als Heuriger - getrunken wird und geht bis zur substanz- und alkoholreichen
Spätlese, die auch durchaus lagerfähig ist.
Der Grüne Veltliner ist in der Regel betont fruchtig, pfeffrig
und würzig.
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Pinot
Blanc |
Synonyme:
Pinot blanc, Klevner
Herkunft/Verbreitung:
Burgund gilt als Heimat, im 14. Jh. urkundlich nachweisbar.
Hauptsächlich im Burgenland (rund um den Neusiedlersee) und
in Niederösterreich, teils auch in der Steiermark und Wien.
Charakteristik:
Hohe Ansprüche an Boden (tiefgründig, nährstoffreich,
ausreichend feucht) und Lage. Empfindlich gegen Spätfröste.
Ertrag gut bis sehr gut und regelmäßig.
Wein:
Wenn seine Trauben die Vollreife erlangen, wächst der Weißburgunder
in Österreich zu einem substanzreichen Weißwein mit feinem,
mandelartigem Geschmack und pikanter Säure heran. Die international
als Pinot blanc bekannte Rebsorte entwickelt sich zumeist auch sehr
gut in der Flasche. Aufgrund ihrer dezenten Art eignet sie sich
auch für Cuvées mit anderen Sorten und für die
Lagerung in neuen, kleinen Eichenholzfässern (Barrique).
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Fotos: ©ÖWM/Oberleithner |